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Ötztal: wie aus einem Tal voller Sümpfe ein Dorf wurde

Wie das Tal bewohnbar wurde

um 7000 vor Christus: Oben am Waldrand

Im Tal liegen Tümpel und Sümpfe. Wer dem Wild folgt, geht lieber oben an der Waldgrenze, dort kommt man schneller voran.

um 4500 vor Christus: Weiden über dem Wald

Hirten kommen von Süden über die Jöcher. An der Waldgrenze schaffen sie Platz für ihre Tiere.

um 500 vor Christus: Die ersten Siedler

Über den Alpenhauptkamm kommen die ersten Siedler und bleiben oben an den Hängen. Manche Namen hier klingen bis heute rätoromanisch.

nach 900: Das Tal wird trocken

Die Seen verlanden, der Fluss bekommt Dämme. Erst jetzt kann man auch unten im Tal wohnen.

1166: Seldon

Zum ersten Mal steht der Ort in einer Chronik, als «Seldon». Der Name kommt von «selda», einem ganz kleinen Bauerngut.

heute: Sölden

Wo einst Sümpfe lagen, steht heute Sölden. In der ganzen Gemeinde wohnen rund 3000 Menschen, und droben im Wald rauscht das Wasser wie eh und je.

Sölden heute

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